Keine Telearbeit gegen den Willen des Arbeitnehmers

von Rechtsanwalt Thomas Fick
Rechtsanwalt Thomas Fick
Donnerstag, 07 Februar 2019

Der Arbeitgeber ,ein Unternehmen aus der Telekommunikationsbranche versetzte den Kläger von der Betriebsstätte Berlin nach Ulm und wies ihn an,Telearbeit zu leisten.Der Arbeitnehmer lehnte die Versetzung ab und auch die Anweisung auf Telearbeit.Der Arbeitgeber mahnte ab und kündigte wegen beharrlicher Arbeitsverweigerung fristlos.Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg gab der Kündigungsschutzklage des Arbeitnehmers statt.Die Anordnung von Home Office war unzulässig und nicht mehr vom Weisungsrecht gedeckt.Mit dieser Anweisung habe der Arbeitgeber den Vertragsrahmen überschritten, da eine Tätigkeit in einer bestimmten Betriebsstätte vorgesehen sei.

Fazit: Lieber eine Vertrgsänderung anstreben oder den Weg über eine Änderungskündigung gehen.

LArbG Berlin-Brandenburg  vom 14.11.2018  17 Sa 562/18

Einseitiges Abweichen von der 40 Stunden Woche möglich?

von Rechtsanwalt Thomas Fick
Rechtsanwalt Thomas Fick
Montag, 04 Februar 2019

So einfach geht das nicht,so dass Landesarbeitsgericht Köln in einer aktuellen Entscheidung.Die Parteien hatten im Arbeitsvertrag eine 40-Stunden Woche vereinbart.Der Arbeitgeber wollte nun durch Ausübung seines Weisungs-und Direktionsrechts eine flexible Arbeitszeitgestaltung mit Arbeitszeitkonto anordnen, bei der eine 40 Stunden Woche nur im Durchschnitt von 13 Wochen erreicht wird.

LArbG Köln 04.05.2017  7 Sa 638/17

Vergütung von Reisezeiten bei Auslandsentsendung

von Rechtsanwalt Thomas Fick
Rechtsanwalt Thomas Fick
Donnerstag, 31 Januar 2019

Der Arbeitgeber schickte einen technischen Mitarbeiter für mehrere Monate auf eine Baustelle in China.Er bezahlte den Flug und bezahlte die vier Reisetege mit je 8 Stunden.Zu wenig, befand jetzt das Bundesarbeitsgericht.Da die gesamte Reisezeit ausschließlich im Interesse des Arbeigebers erfolgte,mußte der Arbeitgeber weitere 37 Stunden Vergütung nachzahlen.

Fazit: Die erheblichen Reisezeiten eines Arbeitnehmers sind einzupreisen.

BAG vom 17.10.2018  5AZR 553/17

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