FHR - Rechtsanwälte in Mühlhausen - News

Abgelehnter Sportlehrer erhält Entschädigung wegen Diskriminierung

von Rechtsanwalt Thomas Fick
Rechtsanwalt Thomas Fick
Freitag, 04 September 2020

Der Arbeitgeber betreibt eine Privatschule in Bayern.Er schrieb eine Stelle wie folgt aus: " Fachlehrerin Sport"(w).Der Kläger als männlicher Sportlehrer bewarb sich auf die Stelle.Er wurde abgelehnt.Die Schule führt den Sportunterricht geschlechtergetrennt durch.Das Schamgefühl der Schülerinnen könnte verletzt werden, so argumentierte der Schulträger.Das Bundesarbeitsgericht gab der Entschädigungsklage des Mannes statt, nachdem die Vorinstanzen seinen Anspruch ablehnten.Das Landesarbeitsgericht Nürnberg , zu dem der Fall zurückverwiesen wurde ,soll nun den Bruttoverdienst ermitteln ,um noch die richtige Höhe des Entschädigungsanspruches zu ermitteln.

Fazit: Vorsicht vor jedweder Geschlechterpräferenz nach § 8 AGG

BAG vom 19.12.2019  8 AZR 2/19

Heimliches Mitlesen eines E-Mailverkehres kann teuer werden

von Rechtsanwalt Thomas Fick
Rechtsanwalt Thomas Fick
Donnerstag, 20 August 2020

Das OLG München hatte sich mit einem Verstoss gegen das allgemeine Persönlichkeitsrecht zu befassen.Es hat geurteilt, dass das heimliche Ausspähen von E-Mails eines Geschäftspartners über längere Zeit einen schweren Eingriff in dessen allgemeines Persönlichkeitsrecht darstellt.Es hat eine Geldentschädigung von 5000,00 Euro zugesprochen.

Fazit: Das Urteil weist in die richtige Richtung, das Schmerzensgeld geht in Ordnung.

OLG München vom 04.12.2019 15 U 3688/18

Wieder Neues zum Verfall des Urlaubsanspruches

von Rechtsanwalt Thomas Fick
Rechtsanwalt Thomas Fick
Dienstag, 18 August 2020

Das Landesarbeitsgericht Rheinland Pfalz hat entschieden, dass Urlaubsansprüche langandauernd erkrankter Arbritnehmer auch dann am 31.03. des Folgejahres verfallen, wenn der Arbeitgeber nicht auf den drohenden Verfall hingewiesen hat.Das Gericht schloss sich einer gleichlautenden Entscheidung des LArbG Hamm an.

Fazit: Es geht hin und her,das BAG muß wohl ran.Eine Hinweispflicht des Arbeitgebers ergibt sich jedenfalls nicht aus dem Gesetz.

LArbG Rheinland Pfalz vom 15.01. 2020 , 7 Sa 284/19

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